Mitarbeitermotivation: so bindest du deine Mitarbeiter*innen langfristig

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Eine hohe Fluktuation innerhalb der Belegschaft ist für Unternehmen auf Dauer schwierig zu verkraften: Wissen und Kompetenzen gehen verloren, Kund*innen, Partner*innen oder Patienten*innen müssen sich an ständig neue Ansprechpartner*innen gewöhnen und bei jeder Übergabe geht etwas verloren.

Zusammenfassung
  • Mitarbeiterbefragung durchführen und Ergebnisse kommunizieren.
  • Feedbackkultur etablieren und Work-Life-Balance der Mitarbeitenden fördern.
  • Hospitationen nutzen, um einen Perspektivwechsel zu ermöglichen.

Die Grundlage zum Maßnahmenkatalog: Die Bestandsaufnahme per Mitarbeiterbefragung

Durch eine anonyme Befragung der Mitarbeiter*innen gewinnst du einen genauen Eindruck darüber, wie die Arbeit in deinem Unternehmen wahrgenommen wird. Gestalte die Umfrage unbedingt anonym, da die Mitarbeiter*innen so ehrlicher antworten, wenn sie nicht befürchten müssen, für eine kritische Bewertung benachteiligt oder gar entlassen zu werden. 

Je nach Größe des Unternehmens lohnt es sich, die Auswertungen nicht nur gesamt, sondern auch abteilungsweise zu betrachten. 

Folgende Punkte kannst du in der Mitarbeiterbefragung aufnehmen:

  • Zufriedenheit mit Aufgaben
  • Feedbackkultur
  • Zufriedenheit mit Teamgröße
  • Einschätzung der Entwicklungsmöglichkeiten

Transparenz schaffen: Kommuniziere die Ergebnisse der Umfrage

Nicht nur für dich als Arbeitgeber*in, als Führungskraft oder als Mitarbeiter*in der HR-Abteilung sind die Ergebnisse der Umfrage interessant. Auch deine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen interessiert es, wie die Atmosphäre im Unternehmen wahrgenommen wird.

Kommuniziere daher die Ergebnisse. Im Gespräch mit den Mitarbeiter*innen können auf Abteilungsebene gemeinsam Maßnahmen erarbeitet werden, um an den identifizierten Schwachpunkten zu arbeiten.

Wünschen sich deine Mitarbeiter*innen mehr Fortbildungsmöglichkeiten? Zeige, dass der Wunsch Gehör findet und organisiere entsprechende Maßnahmen möglichst zeitnah.

Emotionale Bindung stärken, um Arbeitnehmer*innen langfristig zu binden

Finanzielle Anreize sind für Mitarbeiter*innen wichtig, noch wichtiger ist aber die emotionale Bindung zum Unternehmen. Stärke die Bindung durch Gespräche, Mitarbeiterevents und persönlichen Austausch abseits des Daily Business.

Vermittle deinen Mitarbeiter*innen, dass diese nicht nur als Teammitglieder, sondern auch als Personen geschätzt werden. Ein kurzer Austausch am Kaffeeautomaten stärkt das Zusammengehörigkeitsgefühl und sorgt dafür, dass Mitarbeiter*innen sich emotional gebunden fühlen. 

Dadurch steigt zum einen der Einsatz für das Team, zum anderen verringert emotionale Bildung aber auch die Wahrscheinlichkeit einer Kündigung des Arbeitnehmers beziehungsweise der Arbeitnehmerin. So bleiben qualifizierte Mitarbeiter*innen länger im Unternehmen und leisten einen wertvollen Beitrag zum Unternehmenserfolg.

 

Finanzielle Anreize spielen ebenfalls eine Rolle

Zwar sind finanzielle Benefits für viele Mitarbeiter*innen nicht so wichtig wie die emotionale Verbundenheit zum Team, aber ganz außer Acht lassen kann man diese Komponente beim Thema Mitarbeitermotivation nicht. 

Für Mitarbeiter*innen im Vertrieb gehört eine Provision bei einem Vertragsabschluss oder einem Verkauf dazu. Für Mitarbeiter*innen in anderen Positionen kannst du andere Ziele vereinbaren und diese an einen finanziellen Bonus koppeln. 

Eine Gewinnbeteiligung für alle Kolleg*innen ungeachtet ihrer Position kann die Motivation zusätzlich steigern und darüber hinaus auch das Teamgefühl stärken.

Eine offene Feedbackkultur schaffen

Ehrliches Feedback sollte in beide Richtungen funktionieren. Denn wenn Mitarbeiter*innen sich so fühlen als würde ihnen kein Gehör geschenkt, kann das zu Frustrationen führen. Schule deine Führungskräfte entsprechend, um angemessenes Feedback zu geben und ebenso Feedback einzuholen.

In regelmäßigen Abständen sollte außerdem ein Mitarbeitergespräch stattfinden, in dem der Mitarbeiter oder die Mitarbeiterin mit der oder dem direkten Vorgesetzten über die aktuelle Lage spricht. 

Etabliere einen Leitfaden für diese Gespräche, damit wichtige Punkte nicht unter den Tisch fallen. Die Mitarbeitergespräche sollten dokumentiert werden, sodass beide Parteien beim nächsten Gespräch sehen können, was sich geändert hat und woran weiterhin gearbeitet werden sollte.

Diese Punkte sollten bei einem Mitarbeitergespräch adressiert werden:

  • Rückblick auf das vergangene Jahr
  • Gesamtzufriedenheit
  • Ziele für das kommende Jahr
  • Maßnahmen zur Steigerung der Zufriedenheit

Work-Life-Balance der Arbeitnehmer unterstützen

Starre Arbeitszeitmodelle sind nicht mehr zeitgemäß. Auch in der Pflege ist man versucht, die Arbeitszeitmodelle zu optimieren. Flexible Arbeitszeiteinteilung erhöht die Motivation der Mitarbeiter*innen besonders dann, wenn sie Familie und Beruf vereinbaren müssen. 

Für jüngere Mitarbeiter*innen ist es besonders wichtig, auch im Home Office oder sogar dauerhaft in einer anderen Stadt oder einem anderen Land arbeiten zu können. Die Bindung an das Unternehmen steigt mit der Bereitschaft des Arbeitgebers auf flexible und individuelle Modelle einzugehen. Spätestens die Coronapandemie hat gezeigt, dass das Home Office besser funktioniert als vorher weitestgehend angenommen wurde.

In stationären Pflegeberufen, die kein mobiles Arbeiten realisieren können, sollte insbesondere die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht werden, um die Work-Life-Balance zu fördern.

Den Workflow durch Hospitieren unterstützen

Gegenseitiges Verständnis ist in der Zusammenarbeit und vor allem für das Teamgefühl wichtig. Da das Teamgefühl einer der wichtigsten Faktoren in der Mitarbeitermotivation ist, lohnt es sich, neue Wege zu testen, um das Gefühl zu stärken. 

Sorge für den Austausch zwischen den Abteilungen. Vielleicht versteht die Kollegin aus der Chirurgie nach einem Tag Hospitieren in der Geriatrie viel besser, wie man mit älteren Patienten*innen am besten umgeht.

Der Perspektivwechsel ermöglicht zum einen ein besseres Verständnis für globale Prozesse. Aber viel ertragreicher ist die persönliche Bindung zu Kolleg*innen, mit denen man nicht tagtäglich im Austausch steht.

Der wichtigste Aspekt der Mitarbeitermotivation ist die emotionale Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen und an seine Kolleg*innen. Verstärken Sie den Effekt so gut wie möglich, um Mitarbeiter*innen dauerhaft an sich zu binden.

Fazit

Die richtige Mitarbeitermotivation wirkt sich nicht nur positiv auf die Stimmung der Belegschaft aus, sondern ebenfalls auf Fluktuation und Personalkosten. 

Durch regelmäßige Mitarbeiterbefragungen, eine erhöhte Transparenz, finanzielle Anreize, eine offene Feedbackkultur, Work-Life-Blending und Hospitationen kann die Motivation aktiv erhöht werden.

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