10 Hygiene Tipps für den Alltag

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Bakterien, Viren und Pilze sind ständige Begleiter unseres Alltags. Mit den richtigen Hygienemaßnahmen senken wir die Wahrscheinlichkeit für Infektionen. Diese 10 Tipps helfen, die Hygiene zu Hause und unterwegs zu verbessern.

1. Hände waschen

Schmierinfektionen erfolgen hauptsächlich über die Hände. Das A und O der Infektionsvorbeugung ist daher das Händewaschen. Auf jeden Fall solltest du Hände waschen:

  • nach jedem Toilettengang
  • vor dem Kochen
  • nach jedem Husten und Niesen
  • nach Garten- und Erdarbeiten
  • nach der Berührung von Knöpfen, Türklinken und Oberflächen in Aufzügen, öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften usw.

Nicht nur die Häufigkeit ist wichtig. Viele Menschen waschen die Hände zu kurz und mit der falschen Technik. Um so viele Keime wie möglich zu entfernen, solltest du:

  1. Die nassen Hände mindestens 20 Sekunden lang gründlich einseifen, bis Schaum sich bildet. Dabei den Handrücken, die Fingerzwischenräume und die Nagelbetten nicht vergessen.
  2. Die Seife unter fließendem Wasser 20 Sekunden lang abspülen.
  3. Die Hände mit einem sauberen Handtuch oder einem Papiertuch vollständig abtrocknen.

2. Küchenhygiene beachten

Die Küche zählt zu den Räumen mit der höchsten Keimbelastung im Haus. Viele Magen-Darm-Infektionen sind auf mangelhafte Hygiene vor allem im Umgang mit rohem Fleisch und Fisch zurückzuführen. Wer sich an diese Regeln hält, macht alles richtig:

  1. Küchenutensilien nach dem Gebrauch mit heißem Wasser abspülen. Erst ab einer Temperatur von 60 Grad sterben die meisten Erreger ab.
  2. Für unterschiedliche Lebensmittel verschiedene Messer, Schneidebretter und Schüsseln am besten in verschiedenen Farben nutzen, um Kreuzkontaminationen zu verhindern.
  3. Unterschiedliche Lebensmittel auch im Kühlschrank getrennt lagern.
  4. Schwämme und Lappen wöchentlich austauschen.
  5. Regelmäßig die Arbeitsflächen, den Kühlschrank und die Spüle reinigen.
  6. Tiefgefrorene Lebensmittel nach dem Einkauf sofort in die Tiefkühltruhe legen. Für den Weg vom Supermarkt nach Hause eine Kühltasche verwenden.
  7. Aufgetaute Lebensmittel nicht wieder einfrieren.
  8. Vor allem Geflügelfleisch immer vollständig garen.
  9. Vorräte regelmäßig auf Ungeziefer wie Lebensmittelmotten untersuchen.

3. Sanitärräume sauber halten

Im warmen, feuchten Milieu des Badezimmers gedeihen Bakterien, Viren und Pilze besonders prächtig. Mit diesen Tipps reduzierst du die Keimbelastung:

  1. Toilette, Waschbecken und Dusche inklusive Armaturen regelmäßig reinigen. Dabei für den WC, den Boden und die anderen Oberflächen jeweils unterschiedliche Schwämme nutzen.
  2. Handtücher mindestens zweimal pro Woche auswechseln und bei 60 Grad waschen.
  3. Wenn möglich auf berührungslose Wassersteuerung und Seifenspender umstellen.
  4. Alle zwei Monate die Waschmaschine reinigen. Dafür reicht ein Waschgang bei 60 Grad mit 50 Gramm Natron und 50 Milliliter Essig im Weichspülerfach.
  5. Nach dem Duschen und dem Baden mehrere Minuten lüften, um den Feuchtigkeitsgehalt der Luft zu senken.

4. Richtig niesen und husten

Auch bei großer Vorsicht lassen sich Erkältungen nicht vermeiden. So hältst du die Ansteckungsgefahr für andere gering:

  1. Beim Niesen und Husten Abstand beachten. Die ideale Entfernung von anderen Menschen beträgt 1,5 bis 2 Meter.
  2. In ein Papiertaschentuch niesen und husten, anschließend das Taschentuch entsorgen. Stofftaschentücher jeden Tag und bei mindestens 60 Grad waschen.
  3. In die Armbeuge husten und niesen, wenn kein Taschentuch zur Verfügung steht.
  4. Nach dem Niesen und Husten stets die Hände waschen.

5. Bei Erkrankungen zu Hause bleiben

fieber

Erkältungs-, Influenzaviren und auch Coronaviren verbreiten sich vor allem beim Sprechen, Husten und Niesen durch Tröpfchenübertragung. Am effektivsten lassen sich Ansteckungen verhindern, wenn kranke Menschen sich isolieren:

  1. Bei Fieber, heftigen Erkältungen, Durchfall und Erbrechen zu Hause bleiben.
  2. Ist zu Hause bleiben nicht möglich, auf öffentliche Verkehrsmittel verzichten.
  3. Auch bei engen Freunden und Familienmitgliedern während der Erkrankung auf Küsse, Umarmungen und Berührungen verzichten.

6. Wunden richtig versorgen

Ein Kratzer während der Gartenarbeit, das Messer beim Kochen ausgerutscht, das Knie aufgeschlagen: Auch kleine Verletzungen gehören zum Alltag. Damit sie kein Eintrittstor für Keime werden, solltest du:

  1. Verschmutzungen wie Sand und Erde mit lauwarmem Wasser sofort aus der Wunde ausspülen.
  2. Ein Desinfektionsmittel auftragen. Bei großen Wunden ist eine sterile Mullkompresse sinnvoll, die mit Mullbinde befestigt wird. Bei kleinen Wunden reicht ein Pflaster.
  3. Bei Glas- und Holzsplittern, die tief in der Wunde stecken, einen Arzt aufsuchen.
  4. Entzündete und eitrige Wunden ebenfalls von einem Mediziner versorgen lassen.
  5. Alle 10 Jahre die Tetanus Impfung auffrischen.

7. Im Umgang mit Tieren auf Hygiene achten

Hunde, Katzen und andere Tiere tragen andere Bakterien und Pilze in sich als Menschen. Diese können vor allem bei Kleinkindern, Schwangeren und Senioren Krankheiten verursachen. Mit diesen Regeln gehst du auf Nummer sicher:

  1. Nach jedem Kontakt mit Tieren gründlich die Hände waschen.
  2. Katzen und Hunde nicht küssen und nicht mit ihnen in einem Bett schlafen.
  3. Hundespielzeug, Katzendecken und Katzenklo von Kleinkindern fernhalten.
  4. Haustieren keinen Zugang zu Lebensmittelvorräten verschaffen.
  5. Futternäpfe, Decken und Körbe regelmäßig reinigen.
  6. Tiere nach den ärztlichen Empfehlungen impfen und entwurmen.
  7. Bei Bissen einen Arzt aufsuchen.
  8. Tierkadaver wie tote Vögel niemals mit nackten Händen anfassen.

8. Regelmäßig und korrekt lüften

In geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen häufen sich Krankheitserreger. Vor allem während der Heizperiode helfen folgende Maßnahmen:

  1. Zu Hause mindestens morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen lüften, bei hoher Raumbelegung (Büro, privater Feier) alle zwei Stunden.
  2. Kippstellung vermeiden. Stattdessen je nach Außentemperatur 5 bis 10 Minuten lang das Fenster komplett öffnen.
  3. Beim Kochen eine Dunstabzugshaube nutzen und danach gründlich lüften.
  4. Mit einem Hygrometer die Luftfeuchtigkeit in den Räumen überwachen. Die ideale Luftfeuchte beträgt 40 bis 60 Prozent. In zu feuchten Räumen vermehren sich Keime und Schimmelpilze. Zu trockene Luft trocknet wiederum die Schleimhäute und senkt so die Abwehrkräfte.

9. Hände vom Gesicht fernhalten

Unbewusst fassen wir uns mehrmals pro Stunde im Gesicht an. Viele Schmierinfektionen nehmen den Weg von den Händen in den Mund oder in die Nase.

Wichtig: Wer darauf achtet, so wenig wie möglich das Gesicht zu berühren, reduziert sein Krankheitsrisiko. Zusätzlich solltest du immer zuerst die Hände waschen, wenn du von öffentlichen Orten nach Hause kommst.

10. Sparsamer Gebrauch von Desinfektionsmitteln

Hygiene ist wichtig, doch zu viel Hygiene schadet. Unsere körpereigene Abwehr ist dafür da, Bakterien und Viren zu bekämpfen. Desinfektionsmittel sind für Orte mit einer sehr hohen Keimdichte wie Krankenhäuser und Arztpraxen gedacht.

Wer sie zu Hause nutzt, schwächt vor allem bei Kindern das Immunsystem. Verwende daher zu Hause beim Putzen normale Reinigungsmittel aus der Drogerie. Zum Händewaschen reicht herkömmliche Seife.

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