Einblicke in die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger

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Der Arbeitsmarkt im Gesundheitsbereich ist sehr vielseitig und krisenfest. Darüber hinaus ist der Arbeitsmarkt für Gesundheits- und Krankenpflegende sehr interessant, da es mehr Jobangebote als Arbeitnehmende gibt.

Die zunehmende Alterung der Gesellschaft sorgt dafür, dass kontinuierlich tatkräftige Mitarbeitende in der Gesundheits- und Krankenpflege gesucht werden. Wer sich demnach künftig keine Gedanken und Sorgen um seinen Arbeitsplatz machen möchte, liegt mit einer Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegenden genau richtig.

Erfahre hier,

  • was Gesundheits- und Krankenpflegende überhaupt machen,
  • welche Ausbildungsinhalte geboten werden,
  • was man verdient und
  • welche Perspektiven diese Ausbildung bietet.
Zusammenfassung

  • Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegenden ist sehr abwechslungsreich und bietet auch nach der Ausbildung viele Perspektiven.
  • Zu den Voraussetzungen gehören unter anderem ein mittlerer Bildungsabschluss, Spaß am Umgang mit Patienten*innen und viel Einfühlungsvermögen.
  • Die Digitalisierung macht auch den Pflegeberuf digitaler und spannender.

Steckbrief: Ausbildung Gesundheits- und Krankenpflegende

Gesundheits- und Krankenpflegende sind Multi-Talente und die rechte Hand der Ärzte*innen. In diesem Beruf verantwortet man mit den jeweiligen Ärzten*innen oder auch eigenständig die medizinische Betreuung und Pflege der Patienten*innen.

Um diese Fähig- und Fertigkeiten zu erlangen, wird man mit der Ausbildung bestens darauf vorbereitet.

Die schulische Ausbildung wird über einen Zeitraum von 3 Jahren an Berufsfachschulen für Krankenpflege gelehrt und endet mit einer staatlichen Abschlussprüfung.

In der abwechslungsreichen Ausbildung lernt man alles über

  • Krankheiten, deren Ursachen und die Behandlungsmöglichkeiten,
  • welche Pflegetechniken es gibt und wie man diese anwendet,
  • wie Patienten*innen aufgenommen, verlegt und entlassen werden,
  • wie man das soziale Umfeld der Patienten*innen berücksichtigt und
  • welche rechtlichen Rahmenbedingungen in der Pflege zu beachten sind.

Darüber hinaus gibt es zusätzlich allgemeinbildende Inhalte wie Wirtschafts- und Sozialkunde. Das erlernte Wissen wird im praktischen Teil der Ausbildung in der Klinik angewendet und vertieft. Dabei durchläuft man die verschiedenen Stationen einer Klinik.

Zu den Stationen gehören die Krankenstationen verschiedener fachmedizinischer Abteilungen wie beispielsweise

  • Chirurgie,
  • Geriatrie,
  • Gynäkologie,
  • innere Medizin,
  • Pädiatrie,
  • Psychiatrie und
  • Wochen- und Neugeborenenpflege.

Darüber hinaus besucht man im Rahmen von ambulanten Einsätzen Pflegeeinrichtungen, Seniorenwohnheime und unter Umständen auch Wohnungen der Patienten*innen.

In dem praktischen Teil der Ausbildung führt man unter Aufsicht

  • Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der stationären Versorgung und
  • Gesundheits- und Krankenpflege von Menschen aller Altersgruppen in der ambulanten Versorgung

durch.

In Summe absolviert man während der Ausbildung 2.100 theoretische und 2.500 praktische Stunden.

Tipp: Wenn man unschlüssig ist, ob der Beruf des Gesundheit- und Krankenpflegenden die richtige Wahl ist, kann ein Praktikum absolviert werden. Auf diese Weise erhält man Einblicke aus erster Hand, um den Ausbildungswunsch festigen zu können.

Aufgaben von Gesundheits- und Krankenpflegenden

aufgaben pflegeberuf

Zu den konkreten Aufgaben der ausgebildeten Gesundheits- und Krankenpflegenden gehört

  • die Wundversorgung und das Wechseln von Verbänden,
  • die Blutabnahme,
  • das Legen von Infusionen,
  • das Beobachten und Dokumentieren der Gesundheitszustände der Patienten*innen,
  • das Assistieren bei operativen Eingriffen sowie
  • das Informieren und Beraten der Patienten*innen zu gesundheitsfördernden Maßnahmen.

Durch die zunehmende Digitalisierung des Gesundheitsbereichs in Form von beispielsweise Telemedizin und E-Health wird auch der Arbeitsalltag der ambulanten und stationären Pflege immer digitaler und spannender.

Übrigens: Zum 01.01.2020 wurden die Ausbildungen Alten-,Kranken- und Kinderkrankenpflege zusammengefasst. Das bedeutet, dass die Auszubildenden die ersten beiden Ausbildungsjahre gemeinsam absolvieren und dann im dritten Jahr entscheiden, welchen Schwerpunkt (Pflegefachmann/-frau, Alten- oder Kinderpflege) sie ausüben möchten. Außerdem wurde ein Hochschulstudium für die Pflegeausbildung etabliert, um eine akademische Ausbildung in diesem Bereich zu ermöglichen.

Gesundheits- und Krankenpflegende: Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

Als Gesundheits- und Krankenpflegender arbeitet man mit Menschen und nicht mit Maschinen. Deshalb gibt es einige Voraussetzungen, die man mitbringen sollte, um die Ausbildung und das Arbeitsleben erfolgreich zu meistern.

Man sollte

  • Spaß am Umgang mit Patienten*innen und Angehörigen*innen haben,
  • Einfühlungsvermögen mitbringen,
  • psychisch gefestigt,
  • gewissenhaft und verantwortungsvoll sein,
  • diskret mit sensiblen Patientendaten umgehen können und
  • körperlich belastbar sein.

Aus schulischer Sicht sollte man

  • einen mittleren Bildungsabschluss (Realschule) oder
  • einen Hauptschulabschluss in Kombination mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung im Gesundheitsbereich sowie
  • gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern

mitbringen.

Es kann vereinzelt vorkommen, dass der Arbeitgebende ein ärztliches Attest sehen möchte, dass bestätigt, dass man körperlich in der Verfassung ist, diesen Beruf auszuüben.

Was verdient man als Gesundheits- und Krankenpflegender?

Als Gesundheits- und Krankenpflegender ist man in der Regel bei Einrichtungen des öffentlichen Dienstes oder bei Trägern, die sich an den tariflichen Bestimmungen des öffentlichen Dienstes orientieren, angestellt.

Auf dieser Grundlage gestaltet sich die monatliche brutto Ausbildungsvergütung beispielsweise wie folgt:

  1. Ausbildungsjahr: 1.141€
  2. Ausbildungsjahr: 1.202€
  3. Ausbildungsjahr: 1.303€

Bei privaten Trägern, die sich nicht am TVAöD orientieren, kann die Ausbildungsvergütung auch niedriger ausfallen.

Als Berufsanfänger*in mit einer dreijährigen Ausbildung steigt man monatlich mit 2.831 Euro brutto ein, sofern nach TVöD – Pflege bezahlt wird.

Gesundheits- und Krankenpflegende: Perspektiven nach der Ausbildung

Eine Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpflegenden ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Danach ist das Ende der Fahnenstange noch lange nicht erreicht und es gibt zahlreiche Möglichkeiten, den beruflichen Werdegang aktiv zu gestalten.

Als erstes sollte man für sich herausfinden, in welchem Beschäftigungsbereich man künftig unterwegs sein möchte. Nach abgeschlossener Ausbildung gibt es beispielsweise die Möglichkeit, in Alten- und Pflegeheimen, Einrichtungen von Kurzzeitpflege oder in Krankenhäusern und Kliniken zu arbeiten.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, wertvolle Weiterbildungen zu belegen, um die eigenen Fachkenntnisse zu erneuern oder auszuweiten. Dadurch kann man den eigenen Marktwert als Arbeitskraft nicht nur erhalten, sondern steigern.

Strebt man eine akademische Ausbildung in Form eines Studiums an, dann besteht die Möglichkeit, Zusatzqualifikationen wie die Fachhochschulreife zu erwerben. Darüber hinaus gibt es weitere Möglichkeiten, sich weiterzuqualifizieren, um künftig eine leitende Position zu übernehmen.

Wer eigenständig wirken möchte, hat schließlich die Aussicht, sich beruflich selbstständig zu machen, und einen eigenen ambulanten Pflege- und Sozialdienst zu gründen und zu betreiben.

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